Intro

Willkommen!

Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse an unserer Tagung! Gerne hätten wir uns, wie ursprünglich geplant, persönlich mit Ihnen ausgetauscht, die Vorträge direkt diskutiert, in den Pausen anregende Gespräche geführt und neue Kontakte geknüpft. Aber – und das ist das Wichtigste – das interessante Tagungsprogramm kann trotz allem durchgeführt werden: Die Vorträge wurden nicht etwa verschoben oder gar abgesagt. Dass diese kurzfristige Realisierung in einem digitalen Format möglich war, dafür danken wir ganz herzlich allen Referentinnen und Referenten, die sich bereitwillig und flexibel auf das Experiment eingelassen haben. So ist diese Veranstaltung nun im Wortsinn zu einem Portal geworden.

Auch Bildarchive sind Portale: Sie können lebensweltliche Praktiken, kulturelle Phänomene und historische Prozesse „sichtbar“ machen. Darüber hinaus eröffnen sie fachspezifische Zugänge zu unterschiedlichen Disziplinen. Diese Veranstaltung wurde im Namen der Gruppe der außeruniversitären Institute und Landesstellen in der dgv konzipiert, die – bedingt durch ihre jeweilige Geschichte – über umfangreiche Bildsammlungen unterschiedlicher Provenienzen verfügen. Das gilt selbstverständlich ebenso für Museen, Archive und Bibliotheken – aus diesem Grund wurde die Tagung von vornherein interdisziplinär angelegt.

Solche Bestände zeigen in wissen(schaft)sgeschichtlicher Perspektive Systematiken und Ordnungen auf, die inhaltliche Schwerpunktsetzungen und methodische Herangehensweisen parallel oder quer zu den Entwicklungslinien von Disziplinen verdeutlichen.

Bildarchive sind keinesfalls als bloße Container zu betrachten. Denn visuelle Quellen werden durch ihre Eingliederung in spezifische Sammlungen aus ihren Gebrauchs- und Materialzusammenhängen gelöst. Diesem Prozess der Dekontextualisierung folgt während der archivalischen Erschließung eine Re-Kontextualisierung durch die Anreicherung mit Metadaten; Quellenwert und Aussage ändern sich.

Zu den aktuellen Herausforderungen von Bildarchiven zählt ihre digitale Öffnung. Waren sie bisher räumlich fixiert und vor allem einem informierten Publikum zugänglich, ermöglicht ihre Digitalisierung und Präsentation erweiterte Zugänge.

Die Tagung richtet den Fokus auf Institutionen, die Bildsammlungen betreuen, auf Akteur*innen, die in und mit diesen Archiven und ihren Beständen arbeiten, sowie auf die mit Dokumentation, Nutzung und fachspezifischer Analyse verbundenen Arbeits- und Sammlungspraktiken.

Wir wünschen Ihnen viele Anregungen sowie gute Unterhaltung und freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

Das Tagungsteam des ISGV (Nadine Kulbe, Nathalie Knöhr, Marsina Noll und Ira Spieker) sowie des Sorbischen Instituts (Theresa Jacobs und Ines Keller)

Für die Teilnahme an der Online-Tagung ist eine Anmeldung erforderlich: Nach Ihrer Registrierung erhalten Sie einen geschützten Zugang zu den Vorträgen.


Veranstalter