Christina Ludwig

„Ich spreche hier als Laie…“ Die Bildwerdung des ruralen Schwarzwalds am Beispiel der Materialsammlungen Oskar Spiegelhalders (1864–1925)
(20:10 min)

Christina Ludwig (M.A.) studierte Volkskunde/Kulturgeschichte, Kunstgeschichte und Klassische Archäologie in Jena. Anschließend war sie als im Rahmen eines Forschungsprojekts der Volkswagen Stiftung bei den Städtischen Museen in Villingen-Schwenningen tätig. Sie beschäftigt sich sowohl mit historischen als auch gegenwärtigen Fragen musealer Sammlungs- und Vermittlungspraktiken. Fünf Jahre lang leitete sie das Naturalienkabinett Waldenburg. Für die Neukonzeption erhielt das Museum 2019 den sächsischen Museumspreis. Seit April 2020 ist sie Direktorin des Stadtmuseums Dresden.

2 Antworten auf „Christina Ludwig“

  1. Sehr geehrte Frau Ludwig!
    Zwei österreichische schnelle Assoziationen zu ihren sehr instruktiven Ausführungen. Einmal die Stubeneinbauten in den diversen kulturhistorischen Museen bzw. dann auch in den Volkskundemuseen in Graz (Universalmuseum Joanneum, zumindest ehemals Museumsgebäude Neutorgasse und Volkskundemuseum) oder Innsbruck (Tiroler Volkskunstmuseum).
    Weiters der Band „Gestellt“. Fotografie als Werkzeug in der Habsburgermonarchie. Hg. von Herbert Justnik vom Österreichischen Volkskundemuseum/Volkskundemuseum Wien 2014. Hier schreibt Ulrike Kammerhofer-Aggermann z. B. im Artikel „Eine reiche Auswahl der herrlichsten Volkskostüme und der schönsten Menschentypen“ zur Konstruktion und Formierung von Tracht in Österreich nicht zuletzt über die berühmten Festzüge zur Silberhochzeit des Kaiserpaares bzw. 1908 zum 60jährigen Regierungsjubiläum des Kaisers, die großteils über den Fundus des Hofoperntheaters ausgestattet wurden. Über div. Maler und Kostümbildner kam es ebenfalls zu mehrstufigen und durchaus auch kommerziell intendierten Transformationen.

  2. Liebe Frau Ludwig, haben Sie vielen Dank Ihren total interessanten Beitrag. Besonders spannend fand ich natürlich Ihre Ausführungen zu den Bildtransformationen und -konstruktionen, weil ich mich selbst gerade mit Adolf Spamer und seinen Bildpraktiken beschäftige. Zu drei Aspekten würde ich gern noch etwas mehr erfahren, das führt allerdings von den Bildern etwas weg. Sie sprachen über „museale Standards“, die Spiegelhalder angewendet hat. Könnten Sie das noch etwas genauer ausführen? Sie nannten Inventarisierung und Beschreibung in standardisierten Bögen, aber darüber hinaus? Hat er beispielsweise seine Objekte mit Provenienzhinweisen versehen, signiert und damit auch wechselseitige Bezüge zwischen Kartei und Gegenständen hergestellt? Wieso hat er im Laufe seines Lebens zwei Mal die Sammlung veräußert? Um Platz für Neues zu schaffen? Und wie hat er seine Sammlung – räumlich – in sein Leben integriert? Hatten die Objekte Platz in seinem Wohnhaus, gabs extra angemietete Räume, war alles verpackt oder als Schausammlung aufgestellt und vielleicht auch für Besucher zugänglich?

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